Auto- und Motorradrouten

Die drei beschilderten Autorouten Ostbelgiens bestehen schon seit vielen Jahren und werden sowohl von Auto- als von Motorradfahrern gerne in Anspruch genommen. Da sie eine geschlossene Rundfahrt bilden, können die Routen gleichwohl überall begonnen und beendet werden. Sechseckige Schilder weisen den Weg.

Natur, Kultur, Genuss: Ostbelgien!


Drei Routen, drei Themen, ein Reiseziel: Jede Route folgt einem roten Faden. Mal wurde dieser Faden für Naturfreunde, mal für Wasserfreunde, mal für Fans mittelalterlicher Burgenromantik gespannt. Als Zugabe liegt immer wieder eine Kirche mit spannender Baugeschichte und kostbarer Ausstattung am Weg. Woanders endet ein Abstecher vor einer Kapelle in verwunschener Lage allein auf weiter Flur. Oder er streift Wegkreuze und Bildstöcke. Auch darauf weisen die Beschreibungen zu jeder Route hin.

Irrweg ausgeschlossen

Das Vergnügen kostet wenig Mühe. Wie bei einer Rundfahrt üblich, gibt es einen Startpunkt, der zugleich Ziel ist. Man kann jedoch an jedem beliebigen Ort der Route einsteigen. Sechseckige Schilder mit dem Logo der jeweiligen Route helfen bei der Orientierung. Die Beschriftung ist oft in Deutsch, das in Ostbelgien über weite Teile die gebräuchliche Alltagssprache ist. Wo die Sprachgrenze zu französischsprachigen Gemeinden überschritten wird, sind die Schilder auf Französisch beschriftet. Das Logo jeder Route aber bleibt immer identisch. Dennoch, ein Schild kann einmal fehlen. Auf manchen Schildern hat zudem die Zeit ihre Spuren hinterlassen und die Aufschrift ist nur noch bedingt lesbar. Wichtiger als die Schilder bleibt daher die für jede Route ausgearbeitete Karte. Sich zu Verfahren ist wegen des minutiös in die jeweilige Karte eingetragenen Verlaufs nahezu unmöglich, eine der sehenswerten Etappen längs der Route zu verpassen ebenfalls.

Kleine Schlenker, große Überraschungen

Apropos Sehenswert: Nicht jede Sehenswürdigkeit liegt direkt an der Route. Manchmal beträgt der Schlenker nur einige hundert Meter, manchmal wenige Kilometer. Genaueres erfährt man in der Beschreibung zur jeweiligen Rundfahrt. Und noch eins: Bitte nicht vom Wechsel von der großzügig ausgebauten Nationalstraße auf schmale Wege verunsichern lassen. Gerade auf wenig befahrenen Nebenstecken erschließt sich der unberührte Charme Ostbelgiens. Und nun Nichts wie los! 

Tour für Tour mehr Vielfalt

Wer alle drei Routen bereist, lernt Ostbelgien in all seiner Vielfalt kennen. Die drei Rundfahrten decken mit Eupener Land, Hohem Venn, belgischer Eifel und Ardennenausläufern die landschaftlichen, kulturellen, aber auch kulinarischen Höhepunkte der Grenzregion ab. Wiederzukommen für eine weitere Route lohnt sich daher. Besser noch, man bleibt gleich länger und genießt Ostbelgien Tour für Tour. Bonne Route – Gute Fahrt!

 


Der Tourenguide 
 

Mit dem neuen Katalog „Ostbelgien Touren“ lädt die Tourismusagentur Ostbelgien zu drei Rundfahrten ein, die jede für sich eine Reise wert ist. Die Neuveröffentlichung ist gratis erhältlich und bietet Infos zu drei beschilderten Thementouren durch das Eupener Land, das Hohe Venn und die Eifel-Ardennen-Region. 


>> Gratis-Tourenguide im Online-Shop bestellen

 


Burgen Route


Drei Grenzen, viele Burgen, Herrenhäuser und Schlösser

Fast bis vor die Tore von Aachen führt die Burgenroute. Wie schon bei der Ourtal Route im Süden verläuft auch diese Rundfahrt durch ein Dreiländereck. Das Symbol der 79 Kilometer langen Route sind drei Grenzsteine. Die Beschriftung der Schilder wechselt je nach Sprachgebiet vom deutschen „Burgen Route“ zum französischen „Route des Châteaux oder man hat gänzlich auf die Beschriftung verzichtet und sich auf das Symbol begrenzt.

Vier Großgemeinden, eine spektakuläre Eisenbahnbrücke, Kapellen, Panoramablicke über das landschaftlich reizvolle Dreiländereck, doch vor allem gut zwei Dutzend Burgen, Herrenhäuser und Schlösser säumen die Route. Hinzukommen noch eine ganze Reihe weiterer sehenswerter Gemäuer, die etwas abseits der Route liegen. In ihrem Schatten rücken Ostbelgien, die Niederlande und auf deutscher Seite das Aachener Land aneinander. Denkmäler für den Ersten Weltkrieg oder ein Soldatenfriedhof erinnern daran, dass die Nachbarschaft nicht immer friedlich war. Vorbei! Längst haben die Burgen keinen Verteidigungszweck mehr.

Jeder Schlenker eine Überraschung

Aus wehrhaften, nur mit Schießscharten bestückten Wohntürmen, den Donjons, entstanden bereits im 17. und 18. Jahrhundert komfortable, lichte Schlösser. Die heutige Nutzung ist unterschiedlich. Mal ist das Anwesen Wohnsitz, mal Museum oder Jugendzentrum. Die Ballung der trutzigen Gemäuer aber bleibt ein Kulturgut, das Besucher aus dem gesamten Dreiländereck anlockt. Viele Herrensitze sind in Privatbesitz und können nur von außen besichtigt werden. Doch allein der zauberhafte Blick auf Türme, Erker, Wassergräbern lohnt den Weg.

Besonders die Burgen Route steckt voller überraschender Entdeckungen, gerade auch etwas abseits der Routenführung. Ein kleiner Schlenker, ein paar hundert Meter, manchmal auch wenige Kilometer, und schon schaut man erneut auf ein architektonisches Juwel. Um den richtigen Weg zu finden, hilft der Blick in die Beschreibung zur Rundfahrt und das beigefügte Kartenmaterial.

 


Ourtal Route


Tief im Süden gluckert ein Fluss

Die etwa 100 Kilometer lange Ourtal Route entführt zunächst durch das Herz der ostbelgischen Eifel und anschließend in ein unberührtes Flusstal tief im Süden von Ostbelgien. Fuchs und Hase sagen sich in den majestätischen Wäldern längs des Weges Gute Nacht. Flussschleifen und Kurven entschleunigen die Fahrt. Entspannt schaltet man einen Gang runter. Lebendige Dörfer und malerisch gelegene Höfe wollen erkundet werden.

Man folgt dem Angebot gern. An manchen Uferstellen liegt Deutschland nur einen Steinwurf über die munter dahinplätschernde Our entfernt. Ganz im Süden verläuft die Route für einige Kilometer dann durch das Großherzogtum Luxemburg. Der Übergang ist freilich so fließend wie die Our selbst, die sich in ihrem Lauf durch Staatsgrenzen nicht aufhalten lässt. Was auch für das nachbarschaftliche Verhältnis im ostbelgischen Dreiländereck gilt.

Der Austausch unter Nachbarn prägt den heutigen Alltag mehr als die Grenze, für deren einstige Abriegelung etwa die mittelalterliche Burg Reuland steht. Nicht von ungefähr heißt das moderne Kultur-, Konferenz,- und Messezentrum von St. Vith, dem größten Ort an der Ourtal Route, „Triangel“. Der Name ist Programm.

Noch ein Tipp – Abkürzung möglich

Eine Abkürzung ist zwischen Setz und St. Vith möglich. Diese teilt somit die Rundfahrt in eine Nordund Südschleife auf. Sowohl für die Gesamtroute als auch für Nord- oder Südschleife empfiehlt sich St. Vith als idealer Startpunkt.

 


Venn und Seen Route


Natur im Breitwandformat

Mit 150 Kilometern pocht die Venn- und Seen-Route darauf, die längste der drei Touren zu sein. Das Pensum ist dennoch stressfrei zu schaffen. Start ist im französischsprachigen Malmedy. Das lebendige Städtchen hat sein schmuckes Zentrum jüngst herausgeputzt. Hautes Fagnes heißt die unwirkliche Weite mit ihren federnden Torfflächen, dunklen Tümpeln, Mooren und mageren Birkenwäldchen im Norden von Malmedy. Ein paar Kilometer weiter ist die Sprachgrenze passiert.

Südöstlich von Eupen, dem Sitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens, heißt der einzigartige Biotop dann Hohes Venn. Einerlei, beiderseits der Sprachgrenze rollt ein Teppich aus Pfeiffengras, Flatterbinsen und blaulilafarbiger Heide bis an den Horizontdavon. Auf keiner anderen Route durch Ostbelgien ist die Weite spürbarer als auf dem archaisch schönen Hochplateau des Hohen Venns. Stichwort Hochplateau: Mit 694 Metern gilt das Signal de Botrange auf halber Strecke zwischen Malmedy und Eupen nicht nur als der höchste Punkt des Hohen Venns, sondern als höchste Erhebung des ganzen Landes.

Noch ein Tipp – Abkürzung möglich

Dann geht es ein kurzes Stück über die Grenze, diesmal bei einem Besuch des östlichen Nachbarn Deutschland aufder Höhe von Kalterherberg. Weiter südlich laden Stauseen wie der von Robertville oder Bütgenbach zu einer Rast am Wasser ein. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann am Ende der Route wiederkommen - zum Baden, zum Paddeln oder einfach zum Faulenzen. Noch ein paar Schlenker, noch ein paar verwunschene Dörfer, und die Sprachgrenze wird erneut überschritten: Malmedy ist bald danach wieder erreicht.

Zwischen Sourbrodt und Mont kann die Route abgekürzt, oder auch in zwei ungefähr gleich lange Etappen, eine Nord- und eine Südschleife, unterteilt werden.

Schreiben Sie sich in unsere Newsletter ein und erhalten Sie kostenlose Informationen zu :

Aufenthalts Ideen rund um Ostbelgien

Letzte Angebote unserer Pauschalreisen

Veranstaltungen in Ostbelgien