Natur & Landschaft

Das Hochmoor des Hohen Venns liegt zentral am Schnittpunkt zwischen Eifel und Ardennen. Hier entspringen zahlreiche Quellen, die für den Wasserreichtum sorgen und die Natur und Landschaft nachhaltig geprägt haben. Auf etwa hundert Kilometern Länge und dreißig Kilometern Breite punktet Ostbelgien mit einer Reihe sehr unterschiedlichster Landschaften.

Landschaften in Ostbelgien

Die Seen von Eupen, La Gileppe und Bütgenbach gehören zu den fünf größten Binnengewässer des Landes. Auf etwa hundert Kilometern Länge und dreißig Kilometern Breite punktet Ostbelgien mit einer Reihe weiterer, unterschiedlichster Landschaften. Das Hohe Venn bildet mit Tümpeln, Mooren und mageren Birkenwäldern ein in Europa einzigartiges Naturschutzgebiet, das stolze 4500 Quadratkilometer umfasst.

Weiter südlich ändert sich erneut die Landschaft. Mit den Ardennen beginnt Belgiens waldreichstes Gebiet. Bei Sankt Vith gehen die Ardennen in die bis an den Horizont davon rollenden Mittelgebirgskämme der Eifel über. Verschwiegene Täler wie das der Our locken in das ländlich geprägte Umland. Ostbelgiens Reichtum an Natur- und Kulturlandschaften ist für viele Überraschungen gut: Der nächste unberührte Landstrich und damit das nächste Naturwunder kommt bestimmt.

 


Hecken – und Wiesenlandschaft

 

Zu den Heckendörfern in Ostbelgien zählen vor allem Sourbrodt, Ovifat, Robertville, Outrewarche, Weywertz, Elsenborn und Nidrum. Im Vergleich zu den deutschen Nachbarn werden die Hausschutzhecken kürzer gehalten. Weiter verbreitet sind auf belgischer Seite die Weißdornhecken. Den weidenden Kühen schmecken diese nicht. Und so werden sie von diesen auch nicht als Futterbeigabe betrachtet.

Hecken entwickelten sich erst im 19. Jahrhundert, parallel zum Fortschreiten der Weideflächen und der Milchwirtschaft (Abgrenzung der Parzellen). Diese Entwicklung war sehr progressiv und hat die Eifelgemeinden nur teilweise erreicht – dort spielte die Kulturlandschaft weiterhin eine große Rolle. Die Hecken sind also Zeugen einer speziellen Nutzung des ländlichen Raumes. Hecken schützen die Tiere vor Wind, vor Sonne und manchmal auch vor Regen. Sie beherbergen zahlreiche Vögel. Auch integrieren sie sich besser in die Landschaft als der Stacheldraht. Seit der Einführung des Stacheldrahtes und der modernen Landwirtschaft haben die Hecken Tendenz zu verschwinden.

Mit ihnen verschwinden ebenfalls Zeugen unserer Vergangenheit und biologisch wertvolle Lebensräume. Es gibt verschiedene Arten von Hecken: Schutzhecken vor Häusern, die meistens aus einer Reihe Buchen oder Hainbuchen bestehen; tiefe Hecken, in denen allerdings hochstämmige Bäume stehen bleiben; und tiefe Hecken, die jährlich geschoren werden. Weil vielerorts die Hecken zu verschwinden drohen, hat die Wallonische Region eine Prämie ausgesetzt, die den Unterhalt der Hecken durch die Landwirte finanziell fördert. Dank dieser Beihilfe werden in der belgischen Eifel 856 km Hecken geschützt.

 


Seen

In der Eifel finden sich zahlreiche Wasserläufe. Einige von ihnen werden zwecks Strom- oder Trinkwassergewinnung aufgestaut. Im Jahre 1932 wurden die Bauarbeiten am Stausee von Bütgenbach beendet. Durch ihn fließt das Wasser aus der Warche und der Holzwarche, er hat ein Fassungsvermögen von 12.000.000m2. Obwohl er ebenfalls über ein kleines Wasserwerk verfügt, wurde er hauptsächlich als Wasserspeicher für die Stromerzeugung im etwas tiefer liegenden Stausee von Robertville gebaut. Heute ist der See von Bütgenbach, gemeinsam mit dem Sport- und Freizeitzentrum Worriken, einer der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte der Region. Es gibt noch weitere Stauseen in Eupen (Weser) und bei Jalhay (Gileppe).

 

See von Robertville

Am Fuße des Hohen Venns liegt das idyllische Dorf Robertville, eine grüne Oase in purer Natur. Nicht nur der verträumte See, sondern auch seine erlebenswerte Umgebung mit tiefen Tälern, der mittelalterlichen Burg Reinhardstein, prächtigen Wäldern sind einen Ausflug wert.

Umgeben von einer malerischen Natur bietet der See von Robertville eine angenehme Atmosphäre zum Entspannen. Die außergewöhnliche Reinheit des Wassers ist von offiziellen Instanzen bestätigt. Das Freibad mit Liegewiese lädt an warmen Sommertagen zu einer Erfrischung ein. Ein kleiner Sandstrand erfreut besonders die jungen Gäste.

Am See von Robertville wird es nie langweilig: Ob angeln, Tretboot fahren, Elektroboote, rudern oder schwimmen, hier findet die ganze Familie Spaß und Erholung.

 

Der See von Bütgenbach

Ferien für Aktive und Erholungssuchende gleichermaßen - mit außergewöhnlichen Freizeitangeboten wird Bütgenbach Sie begeistern! Die Talsperre von Bütgenbach (120 ha) ist das Wassersportmekka der Region. Seit 25 Jahren empfängt das Sport- und Freizeitzentrum "Worriken" Gäste von Nah und Fern. Die vielseitige Infrastruktur und die Lage am Fuße des Vennplateaus machen den gesamten Komplex zu einem idealen Ferienort, der optimale Voraussetzungen bietet für Wasser- und Abenteuersport. Ferner befinden sich vor Ort 2 Restaurants, 48 Ferienhäuser, Gruppenunterkünfte sowie ein Campingplatz.

Für Wassersportliebhaber bietet das Zentrum u.a. Segeln, Surfen, Schwimmen (im See oder Hallenbad), Kanu, Kajak, Treträdern, Paddelboote u.v.m. Teil der neuen Infrastruktur „VENNtastic-Beach“ ist u.a. ein neuer Sandstrand von 8.000 m2 mit einem Sandstrand von 150 m, der vollständig auf der Sonnenseite gelegen und mit einer ganzen Reihe von neuen Freizeiteinrichtungen ausgestattet ist: eine Bucht für die Kleinen, ein Trampolin von 7 Metern, ein künstlicher Eisberg von 5 Metern für Kletterpartien, Sandplätze für Beach-Volleyball, Soccer und Handball.

Aber auch Abenteuersportler kommen auf ihre Kosten: Kletterwand, Hochseilgarten, Seilrutsche,  MTB, Bogenschießen, zahlreiche Ballsportarten, Tennis, Squash, Badminton, Swinggolf, Trampolin, … Eine ausgeschilderte Wanderung von 11 km führt um den See herum.

 

Wesertalsperre

Wenige Kilometer vom Eupener Stadtzentrum entfernt erhebt sich eine gigantische Betonwand: Die Wesertalsperre. Der am Zusammenfluss von Weser und Getzbach durch die Talsperre entstandene Stausee versorgt Eupen, das Herver Land, das Lütticher Umland und die Domäne von Sart Tilman mit Trinkwasser. Die Wesertalsperre punktet zudem mit Freizeitangeboten wie dem Wasser - und Waldlehrpfad oder der höchsten Kletterwand der Euregio!

Das Besucherzentrum ist ein idealer Ausflugsort sowohl für Familien mit Kindern als auch für Abenteurer oder alle, die einfach entspannen möchten. Fahrradfahrer und Wanderer, die das Rad- und Wanderwegenetz um den Stausee erkunden, sind ebenfalls gern gesehene Gäste. Die Terrasse mit „Seeblick“ lädt zum Genießen der sonnigen Sommertage ein. Für die kleinen Besucher steht außerdem ein großangelegter Spielplatz zur Verfügung.

 

 


Die Täler

Seit grauer Vorzeit bis heute wird die Landschaft in Ostbelgien durch verschiedene Naturgewalten geprägt, z.B. die Bewegungen der Erdkruste, den Wind oder das Wasser. Ein Beispiel: Durch Auffaltungen der Erdkruste entstand der Gebirgsrücken der Ardennen. Durch anschließende Erosion entstand die heutige Hochebene des Venns. Ablagerungen von Sedimenten aus dem Meer zeugen außerdem davon, dass das Meer vor 80 Millionen Jahren durch die Gärten der Region floss.

Wasser spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Landschaft und der Täler. Ostbelgien befindet sich ganz in der Höhe von Einzugsgebieten. Deshalb findet man hier zahlreiche Quellen und kleine Bachläufe, die später zu größeren Flüssen zusammenfließen. Die Belgische Eifel situiert sich auf zwei Flussbecken: Die Quellen im Westen münden in die Maas, die im Osten in den Rhein. Die Grenze zwischen den beiden Becken wird als Wasserscheide bezeichnet. 


Das Ourtal

Mit dem wunderschönen Tal der Our, Zufluß von Sauer, Mosel und schließlich Rhein, halten die Ostkantone sicherlich eine ihrer bedeutendsten touristischen Trumpfkarten in der Hand. Die Orte Manderfeld, Schönberg, Lommersweiler und Burg-Reuland, umgeben von zahlreichen verschlafenen Weilern, laden sowohl natur- als auch kulturliebende Menschen förmlich zu einem Aufenthalt ein.

 

Das Malmedyer Land

Die sogenannte Malmedyer Wallonie, sprich die französischsprachigen Gemeinden Malmedy und Weismes, und das Hohe Venn haben in Ostbelgien stets eine touristische Vorreiterrolle gespielt. Als letztes Hoochmoor Europas hat das Naturrerservat des Hohen Venn internationales Interesse geweckt, was unmittelbar auf die beiden Gemeinden an seiner Südseite abgefärbt hat. Hervorheben darf man neben den natürlichen auch die gastronomischen Vorzüge, die diese Gegend an der Nahtstelle zwischen lateinischer und germanischer Kultur aufzweisen hat.

 

St.Vither Land und Oberes Ameltal

Als "Herzstück der belgischen Eifel" gelten zweifellos das "St.Vither Land und das obere Ameltal". St.Vith als Handelszentrum und die Gemeinde Amel als eine der ältesten Siedlungen weit und breit können mit sehr unterschiedlichen Reizen aufwarten. Als Gegenpol zum Massentourismus erwarten die Gäste hier eine sich selbst belassene Natur und ein herzlicher Empfang der bekannt gastfreundlichen Bevölkerung.

 

Eupener Land - Weser- und Göhltal

Die Gegend ist allenthalben als Land der Burgen und Schlösser bekannt und kann als Ausläufer des Herver Landes mit unverkennbaren landschaftlichen Reizen aufwarten. Eupen, die heimliche Hauptstadt der Ostkantone mit großer Tuchmachervergangenheit und Raeren mit seinem international renommierten Töpfereimuseum gelten als herausragende Anziehungspunkte im Land der Drei Grenzen (Deutschland-Niederlande-Belgien).

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